Die vatikanischen Gärten

Am Samstag morgen bringt uns der Bus zum Vatikan. Heute soll es eine längere Führung geben. Als erstes stehen die vatikanischen Gärten auf dem Programm.

Im Prinzip ist der Besuch der vatikanischen Gärten ein Teil des Besuchs der berühmten vatikanischen Museen, aber: eine solche Besichtigung ist nicht für jederfrau oder jedermann möglich. Zur Zeit lautet die Regel, dass pro Tag nur maximal 300 Besucher in die Gärten gelassen werden. Und dies nur jeweils in einer Gruppe, nicht als Einzelpersonen. Und die Gruppen müssen jeweils zusammen bleiben.

Man kann sich vorstellen, das eine solche Führung also schon lange vorher vom Veranstalter angemeldet werden muss, denn die vatikanischen Museen werden täglich von zehntausenden Menschen besucht.

Nach Wikipedia sind die Gärten rund 20ha groß. “Ein großer Teil der Vatikanischen Gärten ist von Menschenhand gestaltet, weite Rasenflächen bedecken vor allem den flacheren Teil nahe dem Petersdom und der Vatikanischen Museen, aber auch gepflegte Beetanlagen, die vor allem während der Renaissance, als das Bedürfnis der Päpste nach höfischer und künstlerischer Repräsentation erstarkte und stärker noch im Barock, angelegt wurden, finden sich hier.

Das Gebiet zwischen der Leoninischen Mauer und dem Sitz der Vatikanischen Verwaltung ist das ursprünglichste der Gärten: dichter Waldbestand aus Pinien, Kiefern, Steineichen, Zypressen, Zedern und Palmen prägt das hügelige Gelände. Die Gärten werden von einem ausgedehnten Wegenetz durchzogen. Im westlichsten Teil der Vatikanstadt, auf einer Bastion der Vatikanischen Mauer, befindet sich der Vatikanische Heliport, der unter anderem die Vatikanstadt mit den internationalen Flughäfen Rom-Fiumicino und Rom-Ciampino verbindet.

Unter dem Gestein finden sich Quellen, die dem Papst in früheren Zeiten eine sichere Wasserversorgung garantierten und auch die subtropische, dichte Vegetation der Gärten unterstützen.”

Ein Klick auf die nachfolgenden Bilder zeigt diese jeweils in einem größeren Format:

Jetzt im Herbst blühte nicht mehr ganz so viel, wie wohl im Frühjahr oder Sommer. Aber man kann sich trotzdem gut vorstellen, dass dieser Garten gerade an heißen Tagen eine wunderschöne kühle Oase des Friedens darstellt.

An vielen Stellen findet an “Geschenke”, die von Papstbesuchern mitgebracht wurden. Alte Bäume aus Israel oder dem Libanon, Gedenktafeln aus Polen, und vieles mehr. Etwas überrascht war ich, hier einen Nachbau der Grotte von Lourdes zu finden. Für mich als evangelischen ist schon die Verehrung solcher Heiligtümer im Original etwas suspekt, und jetzt hier sogar noch eine Kopie? Trotzdem stoppten wir als Gruppe gerade hier zu einer kleinen Andacht. Für mich eine besondere Erfahrung katholischer Frömmigkeit.

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