Schön, dass Sie diesen Blog gefunden haben …

… obwohl dieser „Adventskalender“ am 24. Dezember 2010 mit dem Bericht über den Rückflug von Rom zu Ende gegangen ist, finden sich jeden Tag immer noch mehrere Besucher hier ein.

Dankeschön!

Wenn Sie nicht rückwärts durch diese Reise „blättern“ wollen, dann fangen sie doch einfach am 1. Dezember mit dem Abflug an. Anschließend müssen Sie jeweils im Kopf der Artikel nur auf den kleinen grauen Pfeil nach rechts zum jeweils nächsten Artikel klicken.

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Rückflug

Am Freitag, den 22. Oktober ging es wieder zurück nach Bad Lippspringe.

Vormittags bestand noch die Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang. Oder auch zu einem ausgiebigen Sonnenbad auf der Terrasse des Hotels.

Um 12 Uhr sollte uns dann der Bus zum Flughafen abholen. Wie es sich für eine Reisegruppe aus Deutschland gehört, waren wir alle rechtzeitig fertig und standen mit gepackten Koffern vor dem Hotel.

Doch wer kam nicht? Natürlich der Bus!

Erst hieß es „in 15 Minuten“, dann „in 20 Minuten“, später dann: „der Bus hatte einen Unfall, es dauert noch 30 Minuten!“

Langsam wurden wir etwas nervös. Irgendwie fehlte uns wohl die heitere Gelassenheit der Römer. Doch schließlich kam der Bus. Wir erreichten noch gerade pünktlich den Flughafen und hatten anschließend eine gute Heimreise nach Bad Lippspringe.

Es war eine phantastische Woche. Eine Reise mit viel Programm, mit vielen, vielen neuen Eindrücken. Und einer wirklich ökumenischen netten Gruppe. Am Ende bleibt uns eigentlich nur noch eine Frage zu klären: „Wo fahren wir das nächste Mal hin?“

Damit ist dieser kleine Blog auch an seinem Ende angelangt. Aus den acht Tagen der Reise sind 24 Blogeinträge für diesen „Adventskalender“ geworden. Jeder dieser Programmteile hätte gut und gerne einen eigenen kompletten Tag auf dieser Fahrt ausfüllen können. Und dabei habe ich noch nicht einmal alle Stationen unserer Reise erwähnt und schon gar nicht alle 1500 Bilder gezeigt, ganz abgesehen von den anderen zehntausend Bildern meiner Mitreisenden.

Ich freue mich, dass Ihr es beim Lesen bis hierhin ausgehalten habt. Vielleicht werde ich in den kommenden Tagen und Wochen noch das eine oder andere ändern, korrigieren oder ausbauen. Doch jetzt wünsche ich allen Besucherinnen und Besuchern dieses Blogs:



Fröhliche Weihnachten und


ein gutes Neues Jahr!


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Die Katakomben

In früheren Zeiten mussten die Toten vor den Mauern der Stadt begraben werden. Dafür boten sich die Tuffsteinhügel entlang der Ausfallstraßen an. In kilometerlangen Stollen wurden hier die Toten in Wandnischen und Grabkammern beerdigt. Der Name „Katakombe“ stammt eigentlich vom griechischen Wort für „Talkessel“ ab (catacumba), eine Flurbezeichnung an der Via Appia. Diese setzte sich später für alle „Totenstädte“ durch.

In Rom gibt es mehr als 60 Katakomben, die jedoch nicht alle für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Wir besuchten die Domitilla-Katakombe (Link führt zu einem pdf-Dokument). Wohl eine der größten der Stadt, mit mehreren unterirdischen Stockwerken, 17 Kilometern unterirdischen Gängen und ungefähr 150000 Gräber. Zuerst gab es über der Katakombe eine Einführung in die Geschichte dieser Friedhöfe.

In den Katakomben gibt es auch größere Räumen, zum Teil mit schönen Fresken klassischer oder christlicher Motive.

In einem dieser Räume versammelten wir uns und feierten einen Gottesdienst. Da wir dies vorher angemeldet hatten, war der Raum extra für uns eingerichtet worden mit einem Altar und allem was zu einem richtigen Gottesdienst gehört.

Dies war der letzte und sicherlich eindrucksvollste Programmpunkt unserer ökumenischen Reise nach Rom.

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Sternwarte

Schon von weitem konnte man auf einem Hügel in der Nähe unseres Hotels die Kuppeln einer Sternwarte erkennen.

Auf einem Berg hoch über der eigentlichen Stadt befindet sich eine Sternwarte und ein astronomisches Museum.

Vom Hotel aus ist die Sternwarte nur rund 20 Minuten Fußweg entfernt. Ich ging dort am Mittwochabend hin, leider zu spät, um noch auf das Gelände selbst zu kommen. So konnte ich die Sternwarte nur hinter dichtem Grün fotografieren.

Sonnenobservatorium

 

Der Eingang zu Sternwarte und Museum

vor der Tür

Schade, nächstes Mal muss ich mich besser vorher erkundigen, wann man da rein kommt. Doch so ging ich noch ein paar Schritte weiter den Hügel hinauf. Von dort oben hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Im letzten Licht der letzten Strahlen der Abendsonne kam eine wunderschöne ruhige Stimmung auf. Hier entstand auch das  Kopfbild für diesen Blog.

Es gibt ein kleines Restaurant auf dem Hügel, es waren jedoch nur wenige Spaziergänger gekommen. Besonderen Reiz scheint dieser Platz für Liebespaare zu haben. Am Geländer waren eine Vielzahl von Vorhängeschlössern befestigt, man schreibt dann seine Initiaten oder Namen darauf und wirft den Schlüssel weit weg ins Tal. Das soll der Liebe ewiges Glück bringen.

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Pizza, Pause, Parkplätze und ein Taucher?!?

Heute möchte ich in diesem Blog einfach nur noch ein paar Bilder aus der Stadt zeigen, die ich bei der einen oder anderen Gelegenheit fotografiert, oder besser „geknipst“ habe.

Auf jeder Reise braucht man auch mal eine kleine Pause, man kann ja nicht immer nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten laufen, …

Dagegen hilft nur eine kleine Stärkung:

Oder lieber doch ins Schlaraffenland?

Roscioli - Roms bestes Delikatessengeschäft

Zum Glück braucht man sich auf solch kurzen Städtereisen keine großen Gedanken um das Waschen der Kleidung machen. In Rom gilt angesichts des schönen Wetters sogar: „Wäsche trocknen gratis!“

Den Römer plagen ganz andere Probleme. Wo parke ich mein Auto? Denn Parkplätze sind in dieser Stadt wirklich Mangelware. Kein Wunder, das es deshalb hier soooo viele Kleinfahrzeuge gibt. Not macht bekanntlich erfinderisch.

Quergestellt passen hier sogar noch zwei weitere Autos hin…
… so geht es auch …

... noch besser so!

Da ist es vielleicht doch besser, gleich auf eine Vespa umzusteigen, damit kommt man wenigstens auch durch die schmalste Gasse:

Oder werden auch dafür die Parkplätze langsam knapp?

 

Wenn alles nicht mehr hilft, hilft nur noch eines: Abtauchen!

Es lebe Rom, es leben die „römischen Verträge“,  es lebe Italien, Bella Italia!

Berlusconi is watching you?

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Das Grab des Paulus

Am Donnerstagmittag erreichten wir ein weiteres wichtiges Ziel unserer Reise, die Kirche Sankt Paul vor den Mauern, in der das Grab des Apostels Paulus verortet wird.

Der Apostel Paulus wurde im Jahr 67 n. Chr. vor den Toren der damaligen Stadt Rom enthauptet. Eine erste ihm geweihte Kirche wurde in Rom unter Konstantin 324 gebaut, die heutige Kirche stammt im wesentlichen aus dem 19. Jahrhundert, sie ist also eine relativ moderne, junge Kirche.

Sankt Paul vor den Mauern

Für mich ist diese Kirche auch eine der schönsten. Sie besticht durch ihre klaren, einfachen geometrischen Formen. Trotz der vielen Mosaike und anderer Kunstwerke erscheint sie im Vergleich zu anderen Kirchen in Rom doch eher schlicht.

in der Kirche

Vor der Hauptfassade befindet sich ein großzügiger viereckige Säulengang mit viel Grün, wie ein schön gestalteter Vorgarten. In der Mitte dieser Freifläche befindet sich eine große Statue des Apostels Paulus.

Paulus Statue

Benedikt XVI.

In der Kirche selbst findet sich für jedem Papst ein Ornament, das vom aktuellePapst, Benedikt XVI., ist sogar extra beleuchtet.

Das Grab des Paulus (und 2006 gab der Vatikan bekannt, man habe hier tatsächlich einen römischen Sarkophag gefunden) befindet sich unter dem Papstaltar.

Grab des Apostels Paulus

Das Grab aus der Nähe

Auch in dieser Kirche hielten wir wieder eine Andacht ab, diesmal gestaltet von Pfarrerin Lütkemeier. Schön stellte sie die gegensätzlichen und gemeinsamen Eigenschaften von Petrus und Paulus dar. Diese Gegensätze finden sich vielleicht auch noch heute in dem Kindervers wieder: „Ich bin Peter, Du bist Paul, ich bin fleißig, Du bist faul!“ Doch beide gemeinsam waren Anhänger Jesu und haben die christliche Kirche mit aufgebaut und gestaltet.

Neben der Kirche gab es ein kleines Restaurant. Hier haben wir nicht nur Mittag gegessen, sondern auch gleich den Geburtstag einer netten Mitreisenden gefeiert!

Hier wieder eine Galerie mit vielen weiteren Bilder vor und in der Kirche, der heiligen Pforte und des Grab des Paulus.

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Lateran

Am Donnerstag, den 21. Oktober besuchten wir am Vormittag die älteste Kathedrale der Bischöfe von Rom, San Giovanni in Laterano.

Unser Bus brachte uns zum Piazza di Porto San Giovanni. Auf diesem Platz befindet sich der älteste und größte Obelisk Roms. Er stammt aus dem Jahr 1500 vor Christus, 357 wurde er auf einem eigens dafür konstruierten Schiff nach Rom gebracht.

Lateranbasilika und Obelisk

Bettlerin vor der Scala Sancta

Bevor wir in die Bischofskirche gehen, wenden wir uns jedoch zunächst der gegenüberliegenden Seite des Platzes zu und gehen zur „Heiligen Treppe“. Vor dem Eingang zur „Scala Sancta“ saß eine Bettlerin. An einigen markanten Touristenplätzen sahen wir Bettlerinnen, aber keine von ihnen war aufdringlich.

Die „heilige Treppe“ soll im Jahr 326 von der Mutter von Kaiser Konstantin aus Jerusalem nach Rom gebracht worden sein. Angeblich stammt sie aus dem Palast von Pontius Pilatus – und Jesus soll über diese Treppe zum Verhör gegangen sein. Bis zu 20 000 Menschen pro Woche sollen heute ebenfalls diese Treppe nutzen. Seit vielen Jahrhunderten geht man sie jedoch nicht mehr hinaus, sondern rutscht auf Knien nach oben. Dazu soll man auf jeder Treppenstufe ein Gebet sprechen. Auch Martin Luther hat dies im Jahr 1610 auf seinem Besuch in der Stadt gemacht. Er soll auf jeder Stufe ein „Vater unser“ gesprochen haben und wollte auf diese Weise die Seele seines Großvaters retten. Doch angeblich hat schon er an der Wirksamkeit dieser Form des Glaubens gezweifelt: „Ob dies wirklich wahr ist?“ soll er gesagt haben.

Vor der "heiligen Treppe"

Neben dieser „heiligen Treppe“ kann man auch ohne Gebete sprechen zu müssen nach oben gehen. Dort befindet sich das frühere „Sancta Sanctorium“, das heiligste des Heiligen, die frühere Privatkapelle der Päpste. Diese wurde vor drei Jahren erfolgreich restauriert und beherbergt einzigartige Kunstschätze.

Papstkapelle

Baptisterium

Danach wollten wir in das Baptisterium des Lateran. Doch dies konnten wir leider nicht besichtigen, da der zuständige Pförtner angeblich gerade mal eine oder zwei gute Stunden weg musste. So lange wollten wir dann doch nicht warten. Schade, denn dieses Taufkapelle wurde im Jahr 315 von Konstantin errichtet und ist damit eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Christenheit. Doch auch so war der achteckige Bau schon etwas besonderes. Mit Pfarrer Kersting  nutzten wir aber die Gelegenheit an dieser Stelle zu einer kleinen Andacht.

Danach ging es schließlich in die Basilika. Diese große Kirche war, bevor der Petersdom gebaut wurde, also auch noch zu Martin Luthers Besuch in Rom, die Papstkirche überhaupt. Wie das Baptisterium wurde auch sie ursprünglich von Kaiser Konstantin errichtet, als Geschenk für den Papst Silvester. Die heutige Gestaltung stammt jedoch im wesentlich vom schon öfter erwähnten Barockbaumeister Borromini. es handelt sich um eine fünfschiffige Säulenbasilika.

San Giovanni in Laterano

Apsis der Basilika

Altar

weitere Bilder vom Laterano, mit Obelisk, Baptisterium, Basilika, Palast und mehr:

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